Lackieren Saubere Oberflächen

By | Mai 13, 2015

Wer es zu Hause mal so richtig bunt treiben will, kommt um den Einsatz von Lacken nicht herum. Wir zeigen und erklären Ihnen, wie man mit Pinsel und Rolle perfekte Ergebnisse erzielt und klären den Begriffswirrwarr auf.

Wer Möbel- oder andere Oberflächen lackiert, will vor allem eines: eine perfekte, glatte Oberfläche. Wer andererseits schon einmal mit Pinsel oder Rolle sein Glück probiert hat, weiß hingegen meist etwas anderes: Das ist gar nicht so einfach.

Ist es eigentlich doch. Nur drei Dinge sind entscheidend, wenn etwa die Möbelfront wie vom Profi lackiert aussehen soll. Die möchten wir Ihnen im Folgenden erklären.

GRUNDIEREN

Jede Lackoberfläche kann nur so glatt und eben werden wie der Untergrund. Glatt heißt bei Holzoberflächen, dass sie in drei Gängen geschliffen sind, wobei die feinste Körnung mindestens 120 beträgt. Massivholzoberflächen werden von Profis vor dem letzten Schleifgang oft mit einem feuchten Tuch gewässert, um die Holzfasern aufzurichten und mit dem Schliff fein zu brechen. Die Kanten sind dabei eingeschlossen. Bei MDF-Platten brauchen die Flächen im Grunde gar keinen Schliff, dafür aber die Kanten sorgfältige Zuwendung. Sie sind nämlich gröber in der Oberfläche, was sie den aufgetragenen Lack durstig aufsaugen lässt. Verhindern können Sie das, indem Sie sie entweder mit einem füllenden Vorlack bearbeiten. Oder Sie verwenden einen sogenannten Schnellschliffgrund, mit dem Sie die Kanten regelrecht versiegeln. Wichtig bei beiden Varianten: Sie werden zusätzlich zur normalen Grundierung und dem Zwischenschliff ausgeführt! Zudem sollten Sie die Kanten beim Lackauftrag grundsätzlich immer zuerst lackieren. Das Kantenproblem haben Sie bei Span- und OSB-Platten nicht, denn die können Sie gar nicht lackieren. Hier helfen nur Kunststoff- oder massive Holzumleimer weiter.

WERKZEUGE

Zum Lackieren haben Sie die Wahl zwischen Rolle, Pinsel und Sprühdosen. Letztere sind zwar bequem, allerdings ist das ansatzfreie Lackieren großer Flächen schwierig. Zudem löst sich ein Großteil des Lackes wortwörtlich in Luft auf. Beim Sprühen ist es wichtig, immer über den Rand hinauszugehen, damit keine Ansätze entstehen (Grafik rechts).

Lackieren mit dem Pinsel ist etwas für Könner, zumal, wenn es eine glatte Oberfläche werden soll. Zum manchmal gewünschten Strukturieren der Fläche sind Pinsel gut geeignet, ebenso wie für das Lackieren profilierter und schlecht zugänglicher Flächen. Sollten Sie dennoch mit Pinsel lackieren wollen, so müssen Sie ihn kreuz und quer führen (Grafik rechts), damit der Lack deckt. Für Seibermacher ist die Lackierrolle immer noch das geeignete Werkzeug für glatte Lackflächen. Wichtig ist die Kombination von Rolle und Lack:    Verwenden Sie für

Kunstharzlacke Mohairrollen und für Acryllacke veloursbe-flockte Schaumrollen. Die normalen Schaumrollen sind zwar für beide Lackarten geeignet, sorgen aber bei beiden nicht für das beste Ergebnis.

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