Sägen, spalten, lagern – Holz für Ofen und Kamin

By | April 13, 2015

Ein knisterndes Feuer versöhnt auch mit nasskaltem Wetter. Hauptsache, Sie haben genug gutes Kaminholz dafür!

Beim Auslichten der Bäume im Garten fällt viel Holz an. Kleine Äste und Zweige sind, mit dem Fuchsschwanz zerkleinert, gutes Anmachholz. Wenn Sie den Ofen oder Kamin oft benutzen, brauchen Sie jedoch mehr Brennmaterial, als der Garten hergibt. Statt teures Kaminholz fertig zu kaufen, können Sie sich über Gartenbauämter, Forst- und Landschafts- oder Gartenbaubetriebe ganze Stämme besorgen und selbst 1 zurechtschneiden.

I Für den Kamin sind Buche, Birke oder Eiche am besten: Die langsam gewachsenen Laubhölzer brennen lange. Nadelhölzer sollten nur im Ofen verbrannt werden, denn sie enthalten Harz, das beim Verbrennen Funkenflug verursacht.

HANDLICHE SCHEITE IN EINHEITLICHER LÄNGE

Wie lang die Stammabschnitte werden, hängt vor allem von der Größe des Feuerraumes ab: Die Scheite sollten sich leicht hineinlegen lassen und möglichst nicht verkanten, wenn Sie sie mit der Feuerzange in eine bessere Lage rücken. Schön handlich sind Stücke von etwa 30 cm Länge. Für sehr große Kamine passen auch Abschnitte von 40 cm und mehr.

Versuchen Sie, alles Holz auf ein etwa gleiches Maß zu schneiden, denn das ist beim Aufschichten praktisch. Das richtige Augenmaß dafür entwickelt sich beim Sägen schnell. Eine Ausnahme machen nur sehr krumme Stücke, denn sie liegen im Stapel nicht gut. Schneiden Sie sie lieber so kurz, dass sie als Anmachholz verwendet werden können.

HOLZ RICHTIG HACKEN UND SPALTEN

Stammabschnitte mit mehr als 10 cm Durchmesser sollten zerkleinert werden, denn sie brennen dann gleichmäßiger. Je kleiner ein Stück ist, desto schneller verbrennt es jedoch auch. Wenn Sie nicht ständig nachlegen wollen, sorgen Sie dafür, dass Sie immer Scheite unterschiedlicher Dicke zur Verfügung haben – kleine, die schnell zu Glut werden, und große, die danach aufgelegt werden und langsam vor sich hin brennen.

Sortieren Sie Ihr Holz vor dem Hacken: Laubholz lässt sich am besten zerkleinern, wenn die auf Länge gebrachten Stammabschnitte etwa zwei Jahre lang gelegen haben und durchgetrocknet sind; Nadelholz dagegen lässt sich am besten frisch hacken. Neben einer guten Spaltaxt brauchen Sie einen standfesten, rund 60 cm hohen Hackklotz, den Sie wie die Baumstämme zum Beispiel bei Forstbetrieben bekommen.

VORRÄTE FÜR DEN WINTER: DAS HOLZLAGER

Holzscheite müssen trocken und luftig aufgeschichtet werden, damit sie gut durchtrocknen können. Ein Holzlager reicht dafür meistens nicht: Frischholz aus verschiedenen Jahren sollte getrennt liegen, damit Sie den Überblick bei den Trockenzeiten behalten. Außerdem sollten Sie Laub- und Nadelhölzer eines Jahres getrennt lagern, weil die Laubholzstücke erst später gehackt werden. Als Lager ist ein luftiger Holzschuppen ideal. Sie können die Stapel aber auch in einer Gartenecke aufschichten. Entweder in Holzlegen mit Dach, die Sie dafür bauen, oder auf locker geschichtete Haufen, die mit einem improvisierten Dach abgedeckt werden. Bei traditionellen Holzmieten dient die äußere Schicht von Holzscheiten als Abdeckung. Das gebrauchsfertige Holz lagern Sie am besten schnell erreichbar an einem regengeschützten Platz am Haus. So ist der Weg zum gemütlichen Feuer angenehm kurz.

Ein stabiler Sägebock muss sein.

1    Beim traditionellen Holzbock wird der Stamm nach jedem Schnitt nachgeschoben, die Schnittstelle liegt gerade eben vor dem Bock. Der Vorteil von Holzböcken: Das Sägeblatt wird nicht beschädigt, wenn der Schnitt danebengeht. Ab etwa 30 Euro.

2    Komfortabler ist der Metallbock mit Sägehalterung. Die Säge kann mit einer Hand geführt und das Holz mit der anderen nachgeschoben werden. Zirka 154 Euro, Metabo.

3    Beim „SmartHolder“ wird das Holz nur an einem Ende eingeklemmt und muss nicht für jeden Schnitt nachgeschoben werden. Der Klemmhalter ist verstellbar und hält sowohl dünne Äste als auch dicke Stämme. Rund 122 Euro, Stihl.

4    Ein guter Metallbock hat gezähnte Flanken, zwischen denen das Holz eingeklemmt wird.
So gesichert und auf drei Kreuzen gelagert, kommen auch lange Stücke nicht ins Rutschen. Ab 35 Euro, Atika.

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