Im Überblick: Heißluftgebläse

By | April 15, 2015

Kaum ein Elektrowerkzeug lässt sich für so viele unterschiedliche Anwendungen einsetzen wie eine Heißluftpistole. Die Funktionsweise der Geräte ähnelt einem elektrischen Fön. Dennoch sollten sie nicht zum Haaretrocknen verwendet werden. Bei Temperaturen von bis zu 600° C würde von der Lockenpracht schnell nichts mehr übrig sein.

Die billigsten Geräte gibt es schon für weniger als 20 Euro, Markengeräte ab 29 Euro. Sie haben meist zwei oder drei Temperaturstufen und sind durchaus für einfache Arbeiten wie das Entfernen alter Farbe oder das Anzünden des Grills geeignet. Für anspruchsvollere Arbeiten, bei denen eine genauere Einstellung der Temperatur erforderlich ist, empfiehlt sich die Anschaffung eines Heißluftgebläses mit stufenloser Temperatureinstellung. Auch hier gibt es Unterschiede: Die preiswerteren Geräte varrieren nur die Heizleistung, bei den teureren kontrolliert eine Elektronik die Temperatur in der Düse und regelt diese automatisch nach. Solche Geräte sind vor allem dann vorzuziehen, wenn Vorsatzdüsen mit geringem Querschnitt benutzt werden sollen. Bei ungeregelten Geräten kann es sonst leicht zu einer Überhitzung kommen. Bei programmierbaren Geräten lassen sich die optimalen Einstellungen (Temperatur und Luftmenge) für bestimmte Anwendungen per Knopfdruck einstellen. Dennoch sollten Sie sich beim Arbeiten nicht auf die Temperaturangaben verlassen und zuerst an einem Probestück üben.

EINKAUFSTIPP

■    Für einfache Arbeiten genügen Heißluftgebläse mit zwei oder drei Temperaturstufen. Durch Verändern des Abstands von der Düse lässt sich die Temperatur am Werkstück verringern.

■    Kommt es auf eine exakte Arbeitstemperatur an, zum Beispiel beim Biegen oder Schweißen von Kunststoffen, sollten Sie ein Gerät mit elektronischer Regelung bevorzugen.

■    Sinnvoll sind Heißluftgebläse, bei denen sich Luftmenge und Temperatur unabhängig voneinander einstellen lassen.

■    Achten Sie auch auf das Zubehör, das der Hersteller für Ihre Heißluftpistole anbietet, denn unterschiedliche Düsendurchmesser verhindern oft den Einsatz von Fremddüsen. Reduzierdüsen

sind zudem oft kodiert und können meist nur mit elektronisch geregelten Heißluftgebläsen verwendet werden.

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